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Kapitel-Überschrift 67 Wirtschaftliche Hilfen Wohngeld Reicht das Einkommen zur Zahlung der Miete nur noch knapp oder nicht mehr aus, haben Sie möglicherweise Anspruch auf Wohngeld. Anspruch und Höhe hängen von Ihrem Einkommen, sowie der Familiengröße und von der Höhe der Miete ab. Auch im Heim oder als Haus- und Wohnungseigentümer/ in haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch. Beraten werden Sie beim Sozialbüro der Stadt Bad Münstereifel, Rathaus Marktstr. 15, Tel. 02253/505-0. Dort erhalten Sie auch die kostenlose Broschüre „Wohngeld“ der Bundesregierung. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 12. Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) Die Grundsicherung ist eine soziale Leistung, die den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt älterer und dauerhaft voll erwerbsgeminderter Personen sicherstellt. Grundsicherung können Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland erhalten, n die die Altersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung vollendet haben oder n die das 18. Lebensjahr vollendet haben und unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage aus medizinischen Gründen dauerhaft voll erwerbsgemindert sind. Personen, die vor dem 01.01.1947 geboren sind, erreichen die Altersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Für Personen, die ab dem 01.01.1947 geboren sind, ist die Altersgrenze je nach Geburtsjahr bis zum 67. Lebensjahr angehoben worden. Der Bezug einer Rente wegen Alters oder voller Erwerbsminderung wird nicht vorausgesetzt. Anspruch auf Leistungen haben Personen, n die ihren Grundsicherungsbedarf nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bzw. n aus dem Einkommen und Vermögen des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder des eheähnlichen Partners, soweit es deren Eigenbedarf übersteigt, bestreiten können. Weitere Auskünfte erteilt das Sozialbüro der Stadt Bad Münstereifel, Rathaus, Marktstr. 15, Tel. 02253/505-0. Befreiung von Zuzahlungen im Gesundheitswesen Wenn Sie Leistungen Ihrer Krankenversicherung in Anspruch nehmen, so haben Sie in bestimmten Fällen einen Eigenanteil zu tragen, d.h., eine Zuzahlung zu leisten. Damit niemand durch eine solche Zuzahlung überfordert wird, ist gesetzlich geregelt, wer von diesen Zuzahlungen ganz oder teilweise befreit ist, wenn die Zuzahlungen eine bestimmte Belastungsgrenze übersteigen. Sämtliche Zuzahlungen können bei der Ermittlung der Belastungsgrenze geltend gemacht werden. Die Belastungsgrenze für Zuzahlungen liegt bei zwei Prozent der Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, für chronisch Kranke bei einem Prozent. Unter Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt fallen alle Einnahmen, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts bestimmt sind und gegenwärtig zur Verfügung stehen, neben Arbeitseinkommen beispielsweise auch Mieteinnahmen, Abfindungen oder Betriebsrenten. Weitere Auskünfte hierzu erteilt Ihnen Ihre Krankenkasse. Dort können Sie auch entsprechende Befreiungsanträge stellen. Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht/ Ermäßigung des Rundfunkbeitrags Wer bestimmte staatliche Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung, Blindenhilfe oder BAföG erhält, kann sich auf Antrag von der Rundfunkbeitragspflicht befreien lassen. Menschen mit Behinderung, denen das RF-Merkzeichen zuerkannt wurde, können eine Ermäßigung beantragen. Sie zahlen einen ermäßigten Beitrag von einem Drittel (5,99 Euro pro Monat). Taubblinde Menschen können sich auf Antrag befreien lassen. Wenn Sie keine der genannten Sozialleistungen erhalten, weil Ihre Einkünfte die jeweilige Bedarfsgrenze überschreiten, können Sie eine Befreiung wegen eines besonderen Härtefalls beantragen. Voraussetzung ist, dass die Überschreitung geringer als die Höhe des Rundfunkbeitrages (17,98 Euro pro Monat) ist.


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