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52 Vorsorge Testamentfragen Die gesetzliche Erbregelung bestimmt, dass der Ehepartner oder die Verwandten in bestimmter Reihenfolge und zu bestimmten Anteilen erben. Wenn Sie als Erblasser evtl. Streit unter den Erben verhindern oder eine vom Gesetz abweichende Regelung treffen wollen, können Sie ein Testament errichten. Dies kann bei einem Notar geschehen. Man kann seinen letzten Willen aber auch selbst niederschreiben. Hierbei ist die Angabe von Ort und Datum sowie die Unterzeichnung mit Vor- und Familiennamen notwendig. Mit der Schreibmaschine geschriebene Testamente sind ungültig. Durch die Errichtung eines neuen Testaments (Ort und Datum!) setzen Sie das frühere außer Kraft. Jedes Testament kann bei einem Notar oder beim Amtsgericht Euskirchen hinterlegt werden. Nähere Einzelheiten zu diesem Thema können Sie folgender Broschüre entnehmen: „Erben und Vererben“, erhältlich beim Bundesministerium der Justiz, Mohrenstr. 37, 10117 Berlin, Tel. 030/18580-0 Bestattungsvorsorge Seitdem die staatliche Unterstützung im Sterbefall gestrichen worden ist, ist es mehr denn je sinnvoll, für die eigene Bestattung vorzusorgen. Wie die eigene finanzielle Situation im Todesfall aussieht, kann nur schwer vorhergesagt werden. Neben der finanziellen Entlastung der Angehörigen, die laut Gesetz für eine angemessene Bestattung eintreten müssen, dient eine Bestattungsvorsorge auch dazu, eigene Wünsche für die Beisetzung abzusichern. Mit einem Bestatter können alle Fragen, individuelle Wünsche und Vorstellungen offen und vertrauensvoll besprochen werden. Es besteht die Möglichkeit, einen Bestattungsvorsorgevertrag abzuschließen. Bei der Bemessung des Vorsorgebetrages können neben den Bestattungskosten auch Grabpflegegebühren sowie Kosten für ein Grabmal berücksichtigt werden. Nach Vertragsabschluss wird das eingezahlte Kapital mündelsicher und bestverzinslich angelegt. Im Todesfall wird das Vermögen an den Bestatter zur Erfüllung des Bestattungsvorsorgeauftrages ausgezahlt. Dokumentenmappe Es ist sinnvoll, für den Notfall eine persönliche Dokumentenmappe anzulegen. Darin enthalten sein sollten das Familienstammbuch, Sozialversicherungsunterlagen, Rentenbescheide, ein Vermögensverzeichnis, Bankvollmachten, ein Anschriftenverzeichnis der näheren Angehörigen und Freunde, Abonnementsverträge, der Mietvertrag bzw. bei Hausbesitz der Grundbuchauszug und natürlich Ihr Testament. Eine Vertrauensperson sollte darüber informiert sein, wo diese Dokumentenmappe aufbewahrt wird, damit sie im Ernstfall schnell gefunden werden kann.


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